Das Wichteltelefonat

Vor kurzem habe ich einen sehr seltenen Gast ans Telefon bekommen. Er ist ca. einen halben Meter groß, trägt eine große rote Mütze, spielt mir im Winter oft Streiche, wenn ich ihm kein Toffifee zum Naschen gebe und lebt den Sommer über auf der Insel Fanø im Zauberwald. Bühne frei für Herrn Schröder…. Tadaaaaaa

Ich: Lieber Kalle Knispel Schröder. Die Fanø Fangruppe feiert heute ihren achten Geburtstag und ich dachte mir, dass es doch schön ist, wenn ich dazu ein Interview mit dir führe. Außerdem könntest du meinen Leser*innen mal ein paar Einblicke in euer Leben im Zauberwald geben.

Hr Schröder: Was ist ein Interfiu?

Ich: Naja, ich stelle dir Fragen und du antwortest darauf.

Hr Schröder: Ist Ragnhild Kallehauge vom Touristenbüro Fanø auch da?

Ich: Ähm, nein.

Hr. Schröder: Wo ist sie denn?

Ich: Ich sitze hier in Lübeck und telefoniere mit dir. Und Ragnhild ist auf Fanø.

Hr. Schröder: Ob es ihr wohl gut geht?

Ich: Tja, dass hoffe ich doch. Vielleicht besucht sie dich ja mal wieder im Zauberwald.

Hr. Schröder: Sie tanzt so schön.

Ich: Auf jeden Fall! Können wir jetzt mal anfangen?

Hr. Schröder: Von mir aus. Gibt’s auch ’ne Belohnung für das Interfiu?

Ich: Das sehen wir dann. Also, Herr Schröder. Du bist ja nun auch schon lange Teil der Fanø Fangruppe. Was gefällt dir an der Gruppe denn am meisten?

Hr. Schröder: Ragnhild ❤

Ich: Und sonst noch?

Hr. Schröder: Wie sie tanzt.

Ich: Für deine Belohnung sehe ich schwarz, wenn du so weiter machst. Streng dich bitte mal an und sag mir, was dir – außer Ragnhild – an der Gruppe gut gefällt und wofür du sie magst. Und denk bitte an unsere Leser*innen. Vielleicht waren einige von ihnen noch nie auf Fanø und im Zauberwald.

Hr. Schröder: Wenn einer sagt: „Komm, geh mit mir; zusammen sind wir was“, dann werd ich rot; weil ich mich freu‘, dann macht das Leben Spaß.

Ich: Herr Schröder. Das ist der Liedtext vom Kindermutmachlied.

Hr. Schröder: Na gut. Hmmm. Ich mag es, wenn die Menschen mich im Zauberwald besuchen kommen und mir Toffifee mitbringen. Die sind nämlich alle nicht so streng wie du!

Ich: Tja, irgendwer muss dich ja erziehen.

Hr. Schröder: Ich mag die Dara. Die ist die Hündin von Regina und Jonas Sie besucht uns jedes Jahr im Zauberwald. Auf Dara bin ich sogar schon mal heimlich geritten. Die anderen aus dem Zauberwald bewundern mich heute noch dafür, denn Dara ist für Wichtelverhältnisse sehr groß. So groß wie ein Hochhaus.

Ich: Dara, Regina und Jonas magst du also. Und wen oder was noch, die Gruppe betreffend?

Hr. Schröder: Die Steffi Thiel mit ihren Kindern. Ich besuch die mal im Rheinkessel.

Ich: Ruhrpott.

Hr. Schröder: Wie?

Ich: Es heißt Ruhrpott und nicht Rheinkessel.

Hr. Schröder: Egal. Da gibt es Currywurscht, nee?

Ich: Unter anderem, ja. Also was magst du noch so an der Gruppe?

Hr. Schröder: Alle die uns besuchen und die Natur wahren und mir Toffifee mitbringen. Und dass sie alle so nett sind, finde ich auch toll. Nicht wie du!

Ich: Jaja, dass ich dir zu streng bin, hatten wir ja schon. Sag mal, was macht ihr denn derzeit so im Zauberwald. Wie sieht euer Alltag aus? Beschreib das doch mal bitte.

Hr. Schröder: Die allerboballer wichtigste Regel im Zauberwald ist die, dass man alles mit Ruhe angeht. In der Ruhe liegt die Kraft. Und dass man sich gegenseitig hilft und schätzt. Morgens weckt uns die geschwätzige Amalia Amsel. Dann frühstücken wir Wichtel alle gemeinsam und jeder erzählt, was er so vor hat und ob er dabei Hilfe braucht.

Ich: Was sind das denn so für Arbeiten, die ihr verrichten müsst?

Hr. Schröder: Der Wald muss gefegt und gepflegt und einige Dinge immer mal repariert werden. Außerdem haben wir ja einige Selbstständige und denen greifen wir gerne mal unter die Arme. Ole von meiner Lieblingskneipe, dem Øl-Inn braut Bier für seine Gäste, der alte Biber Bernie produziert weiterhin seine Bernsteinseife, in der Zauberwaldapotheke wird Medizin hergestellt und der Supermarkt muss Inventur machen. Wir haben alle viel zu tun. Nachts muss die Bernsteinflotte ja auch wieder raus, um gesammelte Bernsteine für die Touristen am Strand zu verteilen, damit diese sich freuen.

Ich: Ihr macht WAS?

Hr. Schröder: Oh jeh, jetzt habe ich mich verquasselt. Schneide das aus dem Interfiu raus! Sofort!

Ich: Hat denn die blumenverliebte Vera ihre Blütenboutique wieder geöffnet?

Hr. Schröder: Logo. Die Kinder bringen ihr oft die schönsten Blüten vorbei, damit sie weiterhin hübsche Kleider nähen kann. Aber sie nehmen nur die Blüten von Blumen, die zu Boden fallen. Naturschutz ist unser wichtigstes Gebot!

Ich: Haben die Restaurants „Zur goldenen Eichel“, „Beim schlauen Fuchs“ und die „Pilzeria“ denn wieder geöffnet?

Hr. Schröder: Zum Glück, ja. Ich liebe die Pilzgerichte aus der Pilzeria, und auch bei allen anderen kann man so gut essen. Nur Toffifee gibt es hier nirgends, deswegen hoffe ich, dass uns bald wieder Menschen im Zauberwald besuchen kommen. Yammi.

Ich: Wie sieht es denn aktuell mit deinem Gewicht aus? Als du letzten Winter von Dezember bis Januar bei Ralf und mir wohntest, hast du ja ganz schön viel gefuttert.

Hr. Schröder: Ooooch, hier gibt es immer so viel zu tun, da bleibt man körperlich fit. Und Petra, die Wichtelin drei Baumhäuser weiter hat ja jetzt ihre neue Praxis eröffnet. Palli Power.

Ich: Palli Power? Das hört sich an wie PaleoPower von Stinne Berg. Du weißt, dass Stinne auf Fanø eine Praxis für Yoga und Physiotherapie hat?

Hr. Schröder: Na klar. Wir haben oft heimlich bei ihr durchs Fenster geschaut und gestaunt, weil sie sich verbiegen kann wie eine Brezel. Und da hatte Petra Wichteline dann die unbändige Lust, sich selbstständig zu machen mit dem was Stinne Brezel da so anbietet.

Ich: Stinne Berg.

Hr. Schröder: Wie?

Ich: Sie heißt Stinne Berg und nicht Stinne Brezel. Das ist ja toll, dass die geschäfttreibenden Menschen euch Wichtel im Wald inspiriert haben.

Hr. Schröder: Inspi was?

Ich: Na, dass sie etwas machen, was ihr nun auch machen mögt.

Hr. Schröder: Kennst du Jesper Dannebrog Voss?

Ich: Aber na klar kenne ich ihn. Er heißt allerdings Jesper Danneberg Voss und ist der Austernkönig auf Fanø.

Hr. Schröder: Dass DU das weißt? Du isst doch nix was aus dem Meer kommt.

Ich: Aber Hallo? Deswegen kann ich ihn doch kennen? Ich habe ihn mal persönlich kennengelernt und finde ihn ausgesprochen nett. Was ist denn nun mit Jesper?

Hr. Schröder: Der Jesper ist so ein Iwentmanatschär und…

Ich: Eventmanager, ja, er macht sehr viele tolle Aktionen für Tourist*innen und Einheimische auf Fanø.

Hr. Schröder: Darf ich bitte mal ausreden? Also neulich hatten Gäste auf Fanø ihn gebucht für so ein Iwent. Und da hat er gebrannten Lachs und geflammten Schnaps auf dem Waldspielplatz angeboten. Oh jemine das roch soooo lecker.

Ich: Er hat geflammten Lachs angeboten, nicht gebrannten.

Hr. Schröder: Ist ja auch egal. Aber es roch so lecker und einige von uns sind in der Nacht noch auf dem Waldspielplatz gewesen, um Krümel aufzusammeln, aber die Mernschengäste hatten alles ratziputzi aufgegessen. Jetzt will ich, dass du Dannebrog Jesper anrufst und ihm sagst, dass wir das im Zauberwald auch mal wollen.

Ich: Ihr wollt, dass Jesper für euch mal geflammten Lachs zubereitet?

Hr. Schröder: Genau!

Ich: Okay, ich werde sehen was sich tun lässt. Möchtest du abschließend noch etwas zu unseren Leser*innen sagen?

Hr. Schröder: Besucht uns im Zauberwald. Achtet auf die Natur. Helft einander. Seid lieb zueinander. Und bringt Toffifee mit! Einfach irgendwo ablegen, ich finde es dann schon.

Ich: Lieber Kalle Knispel Schröder, ich danke dir sehr für das Interview.

Hr. Schröder: Und was ist mit Ragnhild?

Ich: Was soll mit ihr sein?

Hr. Schröder: Wirst du sie von mir grüßen?

Ich: Aber natürlich werde ich das. Sie wird es vermutlich sogar lesen.

Hr. Schröder: Dann lass es nicht so rüberkommen, als wäre ich ein total verrückter Wichtel. Mach es so, als wäre ich ein total cooler Typ.

Ich: Ich werde es versuchen. Auf bald, mein kleiner Freund. Und danke für das Gespräch.

Hr. Schröder: Sie tanzt so schön.

Ich: Ja, ich weiß. ❤

So war das Telefonat mit Kalle Knispel Schröder.

Solltet ihr mal Fragen an ihn haben, dann schreibt das, ich werde es sehr gerne an ihn weiterleiten und beantworten lassen. Habt noch einen schönen Tag, egal wo ihr gerade seid.

Herzliche Grüße, eure Steph ❤

Ein Kommentar zu „Das Wichteltelefonat

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